Schlafapnoe – Die beste Abhilfe gegen die lebensgefährlichen Atemaussetzer

Ganz typisch für eine Schlafapnoe ist lautes, unregelmäßiges Schnarchen. Das wird von Atemstillständen unterbrochen, die von einem explosionsartigen Wiedereinsetzen der Atmung beendet werden.

Davon kann wohl in erster Linie Ihre Partnerin berichten. Aber auch Sie bekommen diese Aussetzer mit. Denn die Atempausen lösen im Gehirn Weckreaktionen aus, so genannte Arousals. Diese Weckrufe Ihres Körpers bewahren Sie zwar vor dem Ersticken, doch anderseits ist dadurch Ihre Schlafqualität empfindlich gemindert: Die Tiefschlaf- und REM-Phasen sind stark reduziert, der Anteil der Leichtschlafphasen überwiegt.

Und das bemerken Sie am nächsten Tag unweigerlich: Sie sind müde, unausgeruht, nahezu gerädert. Ihre Konzentration ist eingeschränkt und Ihre Leistungsfähigkeit stark gemindert.

Achtung! Jeder 5. Mann ist von den nächtlichen Atemaussetzern betroffen.

Welche Folgen die Atemstillstände auf Ihren Körper haben

Die extreme Müdigkeit führt einerseits zu lebensgefährlichen Sekundenschlafvorfällen. Andererseits werden durch den permanenten nächtlichen Sauerstoffmangel alle Organe nur noch unterdurchschnittlich versorgt.

Die schlimmsten Auswirkungen muss Ihr Herz-Kreislauf ertragen: Über 50 % der Betroffenen leiden unter Bluthochdruck mit nächtlichen Bluthochdruckspitzen und unter Herzrhythmusstörungen.

Ursachen beseitigen – Schlafapnoe besiegen

Alle anatomischen Gegebenheiten, die zu einer Verengung des Rachens führen oder die Nasenatmung behindern, begünstigen die Entstehung einer Schlafapnoe:

• große Rachen- und Gaumenmandeln,
• kurzer Kiefer
• große Zunge
• Fettablagerungen im Rachen und in der Zunge bei Übergewicht
• chronische Nasennebenhöhlen-Entzündung
• chronischer Schnupfen
• Einnahme von Medikamenten (z. B. Antihistamine oder Schlafmittel) fördern die Erschlaffung der Rachenmuskulatur

Führen Sie ein Schlaftagebuch

Sind Sie ständig unerklärlich müde und fallen Ihnen sogar in Gesellschaft ab und an die Augen zu, führen Sie am besten über einen Zeitraum von 10 Tagen ein Schlaftagebuch. Halten Sie fest, ob Sie durchschlafen, panikartig aufwachen, ob Sie tagsüber müde sind ob Sie vielleicht sogar Sekundenschlafattacken haben.

Suchen Sie mit diesem Protokoll Ihren Arzt auf und lassen sich weiter in ein Schlaflabor überweisen. Dort findet die eigentliche Beobachtung in 2 aufeinanderfolgenden Nächten statt. Sie werden an verschiedene Geräte angeschlossen, die es ermöglichen, Ihr Schlafverhalten aufzuzeichnen. Je nach Auswertung und Schwere Ihrer Atemaussetzer empfiehlt Ihnen der Arzt eine mögliche Therapie.

Die Symptome einer Schlafapnoe

• lautes, unregelmäßiges Schnarchen
• Atempausen von bis zu einer Minute
• nächtliches Schwitzen
• vermehrter nächtlicher Harndrang
• nächtliches Herzrasen
• Beklemmungsgefühl und Erstickungsangst
• Tagesmüdigkeit bis hin zu Sekundenschlafattacken
• Konzentrationsstörungen und verminder Leistungsfähigkeit
• Gereiztheit
• Schwindelattacken
• morgendliche Kopfschmerzen
• erektile Dysfunktion