Gesunde Zähne sind Ihre Visitenkarte – In jedem Alter

Egal, wie alt Sie sind: Das A und O für jedes Alter ist eine gute Mundhygiene. Das heißt:

- 6 Minuten Zahnpflege pro Tag sind ein Muss.

Die teilen sich wie folgt auf: 2mal 2 Minuten Zähne putzen und 2mal eine Minute Reinigung mit Zahnseide.

Die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide ist ganz wichtig, wie Untersuchungen der Harvard Medical School ergaben: Dort lauern Entzündungen hervorrufende Bakterien.

Auch, wenn es Ihnen anfänglich lästig ist: Legen Sie die Zahnseide oder die praktischen Zahnseide-Sticks direkt neben Ihre Zahnbürste und zwingen Sie sich 2-mal täglich zur konsequenten Anwendung. Nach einiger Zeit wird es zur Routine.

- Alle 2 Monate wechseln.

Nach 8 Wochen empfiehlt es sich, ein neue Zahnbürste oder einen neuen Aufsatz zu verwenden.

Tipp:
Nach einer Erkrankung (Erkältung, Magen- Darm-Virus, Herpes) sollten Sie die Zahnbürste sofort austauschen, damit Sie nicht wieder über die Zahnbürste mit den Viren in Kontakt kommen.

- 2 Zahnarztbesuche pro Jahr.

Nehmen Sie diese 2 Termine wahr, um überprüfen zu lassen, wie es um Ihre Zahngesundheit steht und ob in Ihrem Mund „alles richtig sitzt“.

- Einmal „Großreinemachen“ pro Jahr.
Einmal im Jahr empfehle ich Ihnen zusätzlich eine professionelle Reinigung der Zähne. Auch wenn dieser „Zahnputz“ mit 50 bis 150 € – je nach eingesetztem Werkzeug – „zu Buche schlägt“, rate ich Ihnen, dies Ihren Zähnen jährlich zu gönnen. Denn mit einem strahlenden Gebiss lacht es sich nicht nur schöner; sie tun auch enorm viel für Ihre Zahngesundheit: Denn:

Viele Stellen erreichen Sie weder mit der Zahnbürste noch mit der Zahnseide, auch wenn Sie noch so gründlich sind. Genau an diesen Stellen bilden sich Plaque und Zahnstein. Diese Ablagerungen sehen nicht nur unschön aus, sie schaden auch dem Gebiss. Denn in den weißlich-gelben Ablagerungen tummeln sich Millionen von Bakterien, die für zweierlei sorgen: Karies und Parodontitis.

Eine professionelle Zahnreinigung mit Ultraschall, Mini-Sandstrahler und Polierpaste rückt genau diesen Stellen zu Laibe. Schmutz wird aus den Zahnfleischtaschen gekratzt und die weichen Beläge entfernt. Und nach ca. einer Stunde glänzt Ihr Gebiss wieder wie neu. Außerdem bekommen Sie Tipps, wie Sie Ihre Zähne noch besser pflegen.

Achtung! Die Zahnreinigung ist eine Selbstzahlerleistung, die sich allerdings lohnt!

Zähneputzen mit der „Bass-Technik“ leicht gemacht
Legen Sie die Borsten in einem Winkel von 45° längs der Zähne an die Außenbzw. Innenflächen der Zähne an. Die Borstenenden zeigen zum Zahnfleisch. Drücken Sie die Zahnbürste leicht gegen die Zahnflächen an und drehen Sie die Bürste zur KaufIäche (Schneidekante) hin ab. Die Richtung der Bürstenbwegung ist immer von Rot (=Zahnfleisch) nach Weiß (= Zähne). Die KaufIächen werden durch kreisende Bewegungen gereinigt.


Zahnpflege ab 50 +: Der Kampf gegen Parodontitis und Zahnverlust

Ungefähr ab dem 50. Lebensjahr ist das Haupt-Zahnproblem das zurückgehende Zahnfleisch (Paradontose). Fast 50 % der Deutschen leiden daran, behandelt werden aber nur ca. 2 % – eine gefährliche Lücke!

Was passiert bei einer Parodontose?
Das Zahnfleisch entzündet sich, schwillt an und blutet. Bleibt dies unbehandelt, bilden sich Taschen zwischen Zähnen und Zahnfleisch, in denen sich Bakterien einnisten. Liegen die Zahnhälse erst mal frei, haben die aggressiven Bakterien leichtes Spiel: Es kommt zu Wurzelkaries. Mit der Zeit verliert Ihr Körper den Abwehrkampf gegen die Bakterien und der den Zahn umgebende Knochen wird abgebaut. Der Zahn verliert mehr und mehr den Halt und irgendwann droht der komplette Verlust.

Was den meisten Menschen nicht bewusst ist: Die Auswirkung der gefährlichen Zahnfleischentzündung ist nicht „nur“ der Zahnverlust. Dazu zählen auch: Herz- und Kreislauferkrankungen, Frühgeburten, Diabetes und Atemwegserkrankungen! Denn die Mundbakterien gelangen über das erkrankte Zahnfleisch in das Blut, wo sie sich an Blutgefäße anheften können und dort zu Verhärtungen und Entzündungen führen.

Tipp:
Wenn Sie Raucher sind, kann es sein, dass Sie bereits an Parodontose leiden, ohne es zu bemerken. Denn Raucher haben seltener Zahnfleischbluten, weil ihr Zahnfleisch generell schlechter durchblutet ist. Laut neuester Untersuchungen erhöhen Sie Ihr Parodontitis-Risiko durch Rauchen um das Fünffache. Bitten Sie Ihren Zahnarzt dementsprechend um noch genauere Kontrolle!

Schritt-für-Schritt gegen Parodontitis

1. Bei beginnender Entzündung:
Pflegen Sie Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch besonders intensiv (richtige Technik, Zahnseide, Spülungen, Parodontose- Zahnpasta). Dadurch können Sie eine beginnende Entzündung innerhalb von 2 Wochen in den Griff bekommen.

2. Wenn die Entzündung weit fortgeschritten ist:

Meist ist in diesem Fall die Einnahme eines Antibiotikums notwendig, um die die Entzündung zu stoppen. Außerdem sollten Sie beim Zahnarzt eine Parodontose- Behandlung durchführen lassen. Dabei werden die Zahnfleischtaschen gesäubert und die Wurzeln unter dem Zahnfleisch von dem Parodontitis-Bakterien- Film befreit. Der Zahnarzt nennt diesen Vorgang „Wurzelglättung“.

Anschließend werden mit einem Laser Kleinst-Bakterienreste abgetötet. Die gesamte Behandlung wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten. Durch eine Parodontosebehandlung können Sie einen erneuten Parodontoseschub verzögern, wenn nicht sogar ganz verhindern.

3. Wenn die Taschen extrem tief sind ...

… können u. U. nicht alle Zähne gerettet werden. Die Folge: Jede dritte Frau in Deutschland zwischen 64 und 75 Jahren ist zahnlos. Tun Sie etwas dagegen, damit es bei Ihnen erst gar nicht so weit kommt!

So beugen Sie am besten vor

Das A und O ist natürlich eine regelmäßige Zahnpflege und Zahnreinigung beim Zahnarzt. Nach neuesten Erkenntnissen ist aber auch ganz entscheidend, wie es um Ihr Immunsystem steht. Denn ein intaktes Immunsystem kann sich natürlich sehr viel besser gegen Angreifer wehren und so Ihre Zähne schützen. Menschen mit einer schlechten Vitamin-C-Versorgung haben daher ein deutlich höheres Risiko für Zahnfleischentzündungen. Vitamin C wirkt als Antioxidans im Körper, das das körpereigene Schutzsystem aufrecht erhält.

Verschiedene Studien haben nun die wichtigsten natürlichen Antioxidantien bei Patienten mit Zahnfleischerkrankungen identifiziert. Dazu gehören

- Vitamin C,
- Vitamin E,
- Carotin,
- Selen,
- Ubichinol (Q 10) und
- Zink.

Tipp:
Eine regelmäßige Versorgung mit den genannten Nährstoffen führt langfristig zu einer Verbesserung Ihrer Zahn- und Zahnfleischgesundheit. Und damit können Sie auch Begleit- und Folgeerkrankungen, wie z. B. Herz-Kreislauferkrankungen, vermeiden. Allerdings lässt sich die Versorgung mit diesen Nährstoffen nicht über die Ernährung sicherstellen. Ich empfehle Ihnen dringend, sich zusätzlich mit qualitativ hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln zu versorgen. Damit schützen Sie Ihre Zähne und Ihr Herz gleichermaßen!

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